Pressemitteilung

235.000 Euro für junge Künstler und Kinder- und Jugendkultur

Rund 270 Gäste spendeten beim 19. Stiftermahl der Hamburgischen Kulturstiftung

Zu ihrem 19. Stiftermahl begrüßte die Hamburgische Kulturstiftung gestern rund 270 Gäste im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses. Durch die Spenden der Gäste sowie eine Versteigerung von »Kulturerlebnissen, die man nicht kaufen kann« kamen insgesamt 235.000 Euro zusammen. Das Stiftermahl ist eine der wichtigsten Benefizveranstaltungen der Stiftung, die Projekte junger Künstler aller Sparten sowie Kinder- und Jugendkultur in Hamburg fördert.

 

Kultursenator Dr. Carsten Brosda sagte: »Das gesellschaftliche Gespräch, die Verständigung über das Verbindende brauchen wir vielleicht mehr denn je. Kunst und Kultur können Antworten geben auf die aktuell drängenden Fragen nach dem Sinn unseres Zusammenlebens, nach den orientierenden Strukturen und nach den Werten, die wir teilen. Kulturelles und künstlerisches Handeln braucht gerade jetzt unseren Schutz vor allzu leichtfertigen Instrumentalisierungen als ‚vermeintlicher Kitt unserer Gesellschaft‘. Die Hamburgische Kulturstiftung leistet einen wichtigen Beitrag, damit Kunst und Kultur in vollständiger und zweckbefreiter Freiheit die gesellschaftliche Wirkung entfalten kann, die wir brauchen.«

 

Gesa Engelschall (Geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung) dankte den Gästen für ihr Engagement, das für die Projektförderung durch die Stiftung existenziell sei. Es sei der Stiftung wichtig, gerade jungen, oft unter prekären Bedingungen arbeitenden Künstlern den »Versuchs- und Experimentierraum« zu ermöglichen, den sie brauchten. »Denn sie sind es, die unsere Stadt beleben mit ihren Ideen, die immer wieder vermeintlich Sicheres in Frage stellen, uns aufrütteln und Diskussionen anregen. Mit ihren Vorhaben reagieren Künstler nicht nur auf aktuelle Geschehnisse. Oft reflektieren sie Trends und Entwicklungen lange, bevor sie sicht- und spürbar werden. Nicht umsonst werden Kunst und Künstler immer wieder als ‚Seismograph’ der Gesellschaft bezeichnet, und dabei geht es nicht nur um Politisches, sondern um alle Facetten des modernen Lebens«. 2016 konnte die Hamburgische Kulturstiftung 152 Förderzusagen in einer Gesamthöhe von rund 1 Mio. Euro geben.

 

Anlässlich des Stiftermahls spendeten die Gäste 116.000 Euro. Bei der Versteigerung von »Kulturerlebnissen, die man nicht kaufen kann« im Rahmen des Stiftermahls kamen 119.000 Euro zusammen. Zum Abschluss der Auktion, die Sotheby’s-Auktionatorin Dr. Katharina zu Sayn-Wittgenstein gemeinsam mit »Alfons« leitete, lud der französische Kabarettist die Gäste spontan zu einem Benefizabend zugunsten der Hamburgischen Kulturstiftung im St. Pauli Theater ein, der nun terminiert wird. Unter den Losen waren ein Fotoshooting mit dem Hamburger Fotografen Peter Hönnemann, ein Hausmusikabend mit dem Ensemble Sjaella, ein Dinner auf der Bühne des St. Pauli Theaters und ein Workshop der Trendsportart Parkour im Oberhafen.

 

»Alfons« führte auch durch das Programm des Abends. Für musikalische Höhepunkte sorgten die junge Saxophonistin Asya Fateyeva mit Werken von Bach, Piazzolla und dem zeitgenössischen japanischen Komponisten Fuminori Tanada sowie das A-Cappella-Ensemble Sjaella mit Liedern von der Renaissance bis zu »Bei mir biste scheen«. Zur Begrüßung der Gäste spielten vier junge Musiker des Fanny-Quartetts der »Initiative Jugend-Kammermusik Hamburg«.

 

Carsten von der Heide und sein Team vom Restaurant »Tarantella« servierten ein 3-Gänge-Menü, Wein und Prosecco spendierte Holger Bracker vom »Weinhaus Gröhl«. Unter den Gästen waren Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft, darunter Holger Cassens, Angelica von der Decken, Dr. Lothar Dittmer, Amelie Deuflhard, Claus Heinemann und Dr. Brünhild Ulonska-Heinemann, Angelika Jahr-Stilcken, Senator a. D. Ian Karan, Dr. Klaus Landry, Philipp Schmitz-Morkramer, Sven Murmann, Staatsrätin Jana Schiedek, Nikolaus W. Schües, Prof. Dr. Sabine Schulze, Bettina Steinbrügge, Klaus Unger, Christoph Martin Vogtherr und viele mehr.

 

Für weitere Informationen und Pressefotos wenden Sie sich bitte an:

Ilka von Bodungen

Hamburgische Kulturstiftung

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 040 339099

E-Mail: bodungen@kulturstiftung-hh.de

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