OBUDKTION EINER KUNSTFIGUR – KLAUS NOMI

07.05.2018, 20:00

Im Mittelpunkt dieser Inszenierung steht die Kunstfigur »Klaus Nomi«, der Elemente der Oper mit Pop verband. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, an deutschen Theatern als Opernsänger engagiert zu werden, zog der 1944 in Deutschland geborene Klaus Sperber Anfang der 1970er Jahre nach New York. Seine dortigen Auftritte auf Kellerbühnen unter dem Alias »Klaus Nomi« machten ihn zur Untergrund-Attraktion und schließlich zum Background-Sänger David Bowies. Seine musikalische Experimentierfreudigkeit wurde ebenso zu seinem Markenzeichen wie sein weiß geschminktes Gesicht...

... mit schwarzen Lippen und seine robotorartigen Bewegungen. Es gibt auf YouTube ein Video, das den bereits von seiner AIDS-Erkrankung gezeichneten »Klaus Nomi« zeigt, der eine Arie von Henry Purcell über das Sterben singt. Auf Grundlage dieses kurzen Clips führt das Regie-Duo Lena Carle und Jens Bluhm eine theatralische Obduktion durch, die den Zusammenhang zwischen Kunstfigur und persönlichem Lebenslauf erforscht und durch das Sezieren medialer Überreste eine musikalische Bühnenshow entstehen lässt.

Termine: Sonntag, 6. Mai und Montag, 7. Mai, jeweils 20 Uhr

Ort: Nachtasyl Hamburg, Alstertor 1, 20095 Hamburg

www.nachtasyl.de

© Jens Bluhm