Ausschreibung

Ausschreibung Hilfsfonds »Kunst kennt keinen Shutdown (Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Eine weitere Auschreibung ist zur Zeit nicht geplant.)

Wann Kulturveranstaltungen, wie sie für uns selbstverständlich waren, wieder möglich sein werden, wissen wir nicht. Umso ermutigender ist der Einfallsreichtum, den viele Kunstschaffende jetzt schon an den Tag legen. Sie zeigen uns, dass die Kunst ihren Weg findet, auch wenn die Menschen zuhause bleiben!

Gemeinsam mit anderen Hamburger Stiftungen hat die Hamburgische Kulturstiftung unter dem Motto »Kunst kennt keinen Shutdown« einen Hilfsfonds aufgelegt. Das Ziel ist es, Künstler*innen der freien Szene dabei zu unterstützen, weiterzuarbeiten, ihre Arbeit sichtbar zu machen und neue Formate auszuprobieren. Ganz gleich ob via Website, Podcast, Streaming, Hörspiel, Online-Kurs, Aufnahme, gedruckte Form, Recherche-Report, Werkarchiv etc. – die Präsentationsform liegt bei den Antragsteller*innen und kann provisorischen, experimentellen Charakter haben.

Nachdem in einer ersten Runde bereits 162 Künstler*innen mit einer Gesamtsumme von rund 380.000 Euro unterstützt werden konnten, geht der Hilfsfonds nun mit dieser leicht modifizierten Ausschreibung in die zweite Runde. Die Förderung durch den Hilfsfonds der privatrechtlichen Hamburgischen Kulturstiftung und weiterer Stiftungen versteht sich nicht als Alternative, sondern als zusätzliche Unterstützung zu öffentlichen Fördermöglichkeiten wie der Soforthilfe.

Wer kann einen Antrag stellen?

In Hamburg arbeitende freie Künstler*innen(-gruppen) aller Sparten (Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik, Literatur, Film, Fotografie, Kinder- und Jugendkultur, kulturelle Bildung sowie interdisziplinäre Vorhaben). Dabei richtet sich die Ausschreibung an Künstler*innen (alle Kriterien müssen bei allen Gruppenmitgliedern erfüllt sein)

  • deren Einkommenssituation durch die Absage von Kulturveranstaltungen und Beschäftigungen in der Kulturvermittlung existenzbedrohend beeinträchtigt ist,
  • die als Solo-Selbstständige im Hauptberuf eine freie künstlerische Tätigkeit ausüben,
  • die in der Künstlersozialkasse gemeldet sind (Ausnahmen können begründet werden, wenn die hauptberufliche Tätigkeit als freischaffende*r Künstler*in nachvollziehbar dargelegt wird)
  • die in Hamburg leben bzw. schwerpunktmäßig in Hamburg arbeiten.

Was wird gefördert?

  • Die Entwicklung und Umsetzung neuer Formate sowie das Bespielen neuer Kommunikationskanäle, um die eigene Arbeit auch in der aktuellen Situation sichtbar zu machen.
  • Die Erarbeitung neuer Konzepte für Projekte, die aufgrund der aktuellen Situation nicht so durchgeführt werden können wie geplant und in der aktuellen Situation einer neuen Präsentationsform bedürfen.
  • Die Arbeit an Vorhaben, auch wenn der Zeitpunkt und die Form der Präsentation noch nicht feststehen.

Welche Summe kann beantragt werden?

Einzelkünstler*innen können bis zu 2.000 Euro beantragen, Künstler*innengruppen bis zu 4.000 Euro.

Welche Kosten sind förderfähig?

  • (in erster Linie künstlerische) Honorare
  • Sachkosten (bis max. 25 % der Antragssumme)

Wann und wie kann ich einen Antrag stellen?

Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Anträge konnten bis zum 30. Juni 2020 um 18 Uhr gestellt werden.

Was sollte der Antrag umfassen?

  • Angaben zum künstlerischen Werdegang des*r Antragstellenden und ggf. Projektbeteiligten (max. 1.000 Zeichen)
  • Nachweis über KSK-Mitgliedschaft (Jahresbescheid über Rentenversicherung 2019 oder Bescheinigung über die Mitgliedschaft 2020)
  • Ggf. Link oder max. 5 MB großes PDF zu Arbeitsproben
  • Kurze Beschreibung der finanziellen Situation und Einkommensausfälle des*r Antragstellenden und ggf. Projektbeteiligten (max. 1.000 Zeichen)
  • Kontoverbindung
  • Kurze Projektbeschreibung (max. 1.500 Zeichen, Konzept des Projekts und der Umsetzung)
  • Kurze Darstellung der Kosten (mit Aufschlüsselung der Honorare in Tätigkeit, Arbeitszeit und Person)

Wie und wann wird über die Anträge entschieden?

Die Anträge werden von Mitarbeiter*innen der Hamburgischen Kulturstiftung, der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Claussen-Simon-Stiftung, der Körber-Stiftung und der Rudolf Augstein Stiftung gesichtet und bewertet.

Entscheidungskriterien sind:

  • Vollständigkeit des Antrags und der erforderlichen Informationen
  • Stimmigkeit der Projektskizze und des Kostenplans
  • Aktuelle persönliche und finanzielle Situation
  • Nachvollziehbarkeit der Angaben

Wir werden versuchen, die Anträge so schnell wie möglich zu bearbeiten, können das Antragsaufkommen allerdings nicht abschätzen. Wir streben an, innerhalb von max. 4 Wochen nach Fristende eine Antwort zu geben und die Förderung auszuzahlen. Die Antwort erfolgt per E-Mail.