Unsere Kooperationen

»Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden.«, heißt es in Schillers »Wilhelm Tell«. Wir schätzen uns glücklich, dass wir tatsächlich viel können, weil wir zusammenstehen – mit vielen anderen Stiftungen und Partnern in unserer Stadt. Vor allem bei längerfristig angelegten Projekten setzen wir auf Kooperationen, um uns gemeinsam stark zu machen – für junge Künstler, für Kinder und Jugendliche, für Hamburg! So knüpfen wir laufend neue Netzwerke für Hamburgs Kultur.

PWC-StiftungJugend – Bildung – Kultur

Seit 2016 fördert die Hamburgische Kulturstiftung in Kooperation mit der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur das Theaterprojekt »There’s no bussiness like showbusiness« des FUNDUS THEATERS. Von 2014 bis 2016 ermöglichte dieses gemeinsame Engagement das Projekt »Hört mal – Hamburg!« der Initiative Ohrlotsen/MOTTE e.V.

»There’s no business like showbusiness« macht Kinder zu Programmdirektoren und Geld zu Kunst! Schulklassen erhalten ein Budget von insgesamt 3.000 Euro – so viel wie eine Aufführung im FUNDUS THEATER durchschnittlich kostet –, um dort eine Aufführung für ihre Mitschüler auf die Bühne zu bringen. Die Entscheidung, wie sie die Mittel einsetzen, um daraus das bestmögliche Theater zu machen, liegt bei den jungen Programmdirektoren.

Im Rahmen des Audioprojekts »Hört mal – Hamburg!« schwärmten acht- bis zwölfjährige Kinder in ihre Stadtteile aus, um mit dem Mikrofon Geräusche, Geschichten und Klänge zu sammeln. Anschließend produzierten sie unter Anleitung von Medienpädagogen und Journalisten kleine Musik- und Hörstücke, die unter www.hoertmal-hamburg.de zu hören sind. So entstand ein interaktiver Stadtplan mit Geschichten von Kindern für Kinder. Und ganz nebenbei förderte das Projekt die Hör-, Sprach- und Medienkompetenz.

Die zukünftigen Programmdirektoren © Gyde Borth

Scheck-Stiftung

Zusammen mit der Scheck-Stiftung fördert die Hamburgische Kulturstiftung seit 2014 die »Leselotte« des Seiteneinsteiger e. V.: Einen Monat lang bekommen erste und zweite Grundschul­klassen Besuch von der »Leselotte«, einer Stoffraupe aus 25 Büchertaschen. Die kleinen Erstleser können die Bücher nicht nur gemeinsam anschauen, sondern auch mit nachhause nehmen. So soll die »Leselotte« vor allem Kinder aus sozialen Brennpunkten in Kontakt mit Büchern bringen und die Freude am Lesen fördern. 2016 wurden zwei weitere Projekte unterstützt: Die »Lese-Ecke« des Seiteneinsteiger e. V. richtet sich an Jugendliche in Internationalen Vorbereitungsklassen. Zwei gemütliche Sitzsäcke, eine Bücherkiste und eine vielfältige Auswahl schön gestalteter Kinder- und Jugendbücher laden zum gemütlichen Lesen und zum Austausch im Klassenzimmer ein. Beim Tanzprojekt »Zeig, was in Dir tanzt« von Spielmobil Falkenflitzer setzten sich rund 60 Kinder und Jugendliche aus Hamburger Wohnunterkünften für Migranten tänzerisch mit ihrem Leben auseinander.

Die »Leselotte« bringt Bücher in Grundschulklassen © Seiteneinsteiger e.V.

Fleetstreet Residenzprogramm

Raum für Experimente gibt es in klassischen Produktionsstätten nur selten. Das 2011 von der Fleetstreet e. V., der Rudolf Augstein Stiftung und der Kulturbehörde Hamburg initiierte, meist zweimonatige Residenzprogramm des Fleetstreet-Theaters richtet sich deshalb bewusst an junge Künstler. Hier können sie spartenübergreifend mit Mitteln der performativen Künste, der Bildenden Kunst, des Films und der Musik arbeiten, eigenständig Projekte entwickeln und sie präsentieren. Die Residenten 2016 waren: Daniel Ladnar/random people, Thies Mynther, Cordula Ditz, Valérie Kommer mit Maximiliano Estudies und Tim Behren, Daniel Chelminiak/School of Uncool und Alexander Schubert.

»You better run« von Cordula Ditz im Fleetstreet-Theater © Cordula Ditz

Claussen-Simon-Stiftung

Von 2009 bis 2016 ermöglichte die Hamburgische Kulturstiftung im Rahmen einer Kooperation mit der Claussen-Simon-Stiftung das Projekt »Schreiblabor« des Jungen Literaturhaus, welches talentierten Jugendlichen einen wertvollen Einblick in den Literaturbetrieb bot. Die angehenden Literaten im Alter von 14 bis 25 Jahren konnten nicht nur ihre Texte miteinander diskutieren und sich literarisch ausprobieren, sondern auch gemeinsam mit professionellen Autoren wie Mareike Krügel oder Thomas Pletzinger an ihren Texten feilen. Im Frühjahr 2016 stellten die Jugendlichen ihre Ergebnisse vor Publikum vor und lasen im Literaturhaus aus ihren Texten.

Schreiblabor 2016 © Sebastian Fuchs

Mara und Holger Cassens-Stiftung

Mit dem »Start Off«-Wettbewerb ermöglichen die Mara und Holger Cassens-Stiftung und die Hamburgische Kulturstiftung seit 2008 Regieabsolventen der Theaterakademie Hamburg und Regieassistenten der Hamburger Theater, sich mit den Produktionsbedingungen der Off-Theaterszene vertraut zu machen und ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Eine Jury prämiert das überzeugendste Konzept, und das LICHTHOF Theater stellt Raum, Technik und ein Produktionsbudget für die Inszenierung zur Verfügung. 2016 überzeugte Clara Weyde die Jury und brachte »Das Totenschiff« nach dem 1926 erschienenen Roman von B. Traven auf die Bühne. Im Mittelpunkt steht die Geschichte eines jungen Seemanns, dem nach dem Verlust seiner Papiere nichts anderes übrigbleibt als auf einem Schiff anzuheuern, auf dem Brutalität und Ausbeutung herrschen. In ihrer ideenreichen, mit vier hervorragenden jungen Schauspielern besetzten Inszenierung zeigt Weyde die Aktualität des zwischen Staatsbürokratie und Kapitalismus zerriebenen Individuums.

»Das Totenschiff« inszeniert von Clara Weyde

Weitere Kooperationspartner

  • Berenberg
  • Gabriele Fink Stiftung
  • Ian und Barbara Karan-Stiftung
  • Körber-Stiftung
  • Dorit & Alexander Otto Stiftung
  • Patriotische Gesellschaft von 1765
  • Round Table 100
  • Hildegard-Sattelmacher-Stiftung
  • Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.